Fahrradschutzstreifen ohne Streifen!?

Bereits in meinem Artikel Radwegenden in Ubstadt-Weiher  hatte ich die Frage aufgeworfen, wie sich Radler auf der K3584 in Stettfeld korrekt verhalten sollen. Die Straße ist besser bekannt als Straße „Am Katzbach“.  Im Bereich zwischen der Lußhardtstraße und der Unteren Mühlstraße müssen Radler hier auf die Straße wechseln, wenn sie von Weiher kommend auf dem Radweg am Katzbach weiter fahren wollen (siehe auch Drängelgitter Stettfeld). In der Gegenrichtung käme noch ein Feldweg in Frage, da muss man aber zusätzlich noch die Vorfahrt der aus der Augartenstraße kommenden Fahrzeuge beachten. Für Radler mit Ziel Stettfeld bietet sich auch die  Lußhardtstraße an. Aber nicht jeder findet die Steigung dort angenehm und wie gesagt sind die touristischen Radwege entlang des Katzbach ausgeschildert. Im Arbeitskreis Dorfentwicklung Stettfeld haben wir das Thema auch schon besprochen. Ein zusätzlicher Radweg kommt an dieser Stellen nicht in Frage, weil schlicht der Platz fehlt. Straße und Katzbach liegen zu eng beisammen. Selbst für einen Fahrradschutzstreifen ist kein Platz, weil die Straße selbst zu schmal ist. Die Mindestbreite wäre wohl 5,50 m.

 

 

Vom ADFC kam nun der Vorschlag, ein Mittelding einzurichten: quasi einen Schutzstreifen ohne Streifen. Wie bitte? Na ja also nur die Fahrradsymbole aber keine gestrichelte Linie. Damit soll dann nicht diese optische Trennung bewirkt werden, sondern hauptsächlich Radlern und Autofahrern signalisieren: Die Radler dürfen (und sollen) auf der Straße fahren. Was ja manche Autofahrer gerne mal vergessen.
Nun hab mich gefragt, ob das so überhaupt zulässig ist und ob es so etwas schon gibt. Nach einer Umfrage unter Kollegen dauerte es ein wenig, dann wurden wir fündig (danke Daniel!).

 

 SANYO DIGITAL CAMERA

 

Die Intention ist dort halt eine leicht andere. Die Autofahrer, die an den Schranken stoppen und wieder losfahren, sollen darauf hingewiesen werden, daß gerne mal Radler rechts an ihnen vorbeizischen. Es ist zumindest ein Indiz, daß es rechtlich zulässig sein könnte. Ist zwar Unigelände, aber doch auch öffentlicher Straßenraum.
Im folgenden Bild wollte ich versuchen darzustellen, wie das in Stettfeld aussehen könnte.

 

Stettfeld

 

Mein Bild sieht nicht sooooo toll aus, aber ich hoffe, Ihr erkennt das Prinzip. In beide Richtungen sind Fahrradsymbole auf dem Asphalt aufgemalt und zusätzlich werden die Begrenzungslinien und die Mittellinie entfernt. So soll der innerörtliche Charakter der Straße verdeutlicht werden, was durch die Bebauung nicht so recht rüber kommt. Durch die Massnahme soll also zusätzlich auch eine Verlangsamung des Autoverkehrs erreicht werden, auch wenn gerade keine Radler dort unterwegs sind.
Klingt doch gut. Demnächst soll es einen Ortstermin mit dem ADFC und Experten vom Landratsamt und/oder Regierungspräsidium geben. Ich werde davon berichten.
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Ein Gedanke zu “Fahrradschutzstreifen ohne Streifen!?

  1. Pingback: Umlegung Radweg Stettfeld | Stefan Hock's Blog

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