Dieses Gutachten wurde mir vor einiger Zeit “zugespielt”. Wer mag, kann sich das SVK-AGFK-BW_Gutachten-Schutzstreifen_Langfassung_Web.pdf auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur heruhterladen:

http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=4202

Ansonst möchte ich hier eine Zusammenfassung bieten, die dann als Grundlage für weitere Artikel dienen soll.

Ziel der Modellversuche war es, die Einsatzmöglichkeiten von Fahrradschutzstreifen auf Straßen mit einer Mindeststraßenraumbreite von weniger als 7,00 m zu untersuchen.

  • 1,25 m für einen Fahrradschutzstreifen sind zu schmal, ideal wären 1,50 m, zu Not reichen 1,40 m.
  • Alternierende Schutzstreifen führen zu Verunsicherung. Die entsprechenenden Modellversuche haben gezeigt, daß es nicht ausreicht, Fahrradschutzstreifen im Wechsel mal auf der einen und mal auf der anderen Straßenseite zu markieren. Dies verwirrt sowohl die Autofahrer als auch die Radler.
  • Die alten Mittelstreifen sollten nicht mehr zu sehen sein. Im Zuge der Markierung werden die alten Mittelmarkierungen unkenntlich gemacht. Solange diese aber noch zu erahnen sind, orientieren sich die Autofahrer weiter daran. Die alten Markierungen müssen also komplett entfernt werden, was konsequenterweise nur durch eine Neuasphaltierung möglich ist.
  • Der Zugang zu den alten Hochbordradwegen sollte erschwert werden, sonst werden sie von bestimmten Radlern weiter benutzt.
  • Die Striche müssen sich klar von Mittelstreifen unterscheiden, sonst versuchen verwirrte Autofahrer den Schutzstreifen komplett zu befahren.
  • Die Schutzstreifen müssen sich klar von Parkplätzen unterscheiden, sonst versuchen verwirrte Autofahrer, dort zu parken.
  • PKW sollen sich gefahrlos begegnen können.
  • Nur empfehlenswert bei Straßen mit wenig LKW-Verkehr.
  • Sollten nur genehmigt werden, wenn keine Alternativen möglich sind.
  • Vorher ist eine Verkehrszählung insbesondere der Radler notwendig.
  • Nur für 50 km/h! Straßen mit 30 km/h Beschränkung brauchen keine Schutzstreifen (darüber könnte man streiten). Straßen für höhere Geschwindigkeiten sollten keine Schutzstreifen haben.
  • Verkehrsführungen müssen selbsterklärend sein.

Das Ergebnis: “Auf innerörtlichen Straßen mit einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h kann mit beidseitigen Schutzstreifen auch auf Fahrbahnen mit einer Breite unter sieben Meter ein deutlicher Sicherheitsgewinn für alle Verkehrsteilnehmer erreicht werden”

Verfasst von: stefanhock | Juni 24, 2014

Gemeinderatswahl 2014 in Ubstadt-Weiher

CDU 10 Sitze, SPD 5 Sitze, Freie Wähler 5 Sitze.
Das vorläufige offizielle Endergebnis findet Ihr hier: 

http://www.ubstadt-weiher.de/wahldat/215084g-2014.htm

Als Freier Wähler bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das Kräfteverhältnis ist ausgewogen, keine absolute Mehrheit für die CDU!
Wir haben es wieder geschafft, mit 5 engagierten Kandidaten in den Gemeinderat einzuziehen.
Wir bedanken uns bei allen Kandidaten und ihren Angehörigen, bei allen die uns geholfen haben, bei den fleißigen Wahlhelfern, bei den anderen Fraktionen für einen fairen Wahlkampf und bei unseren Wählern. Sie alle haben uns angespornt, die nächsten 5 Jahre konstruktiv unsere Gemeinde mitzugestalten.

“Und warum postest Du das erst jetzt?”

Na warum wohl! Ich bin enttäuscht über mein eigenes Ergebnis. 723 Stimmen! Dass meine Chancen gar nicht gut stehen, wusste ich ja. Aber so schlimm hätts nicht werden müssen.

Ich bin halt kein (Fahr-)Lehrer. Ich bin in keinem Musik- oder Sportverein. Ich trage keinen der alteingesessenen Namen. Ich bin einfach nur ich und engagiere mich gerne für die Gemeinde. Mich kennt halt kaum jemand und wer mich kennt, wählt mich vielleicht erst recht nicht. Ich mach ja manchmal komische Vorschläge…

Also hab ich das Ergebnis erstmal sacken lassen, Urlaub gemacht und jetzt hab ich wieder Lust zu bloggen und den ein oder anderen Vorschlag für Ubstadt-Weiher auszutüfteln. Wer also die Hoffnung hatte, ich lass das jetzt sein, sei gewarnt ;-)  In meinem Kopf schwirren so Begriffe wie Radweg, Turbokreisel, Neubaugebiet,…

Für die Freien Wähler werde ich mich auch weiterhin tatkräftig einsetzen als 2. Vorsitzender – am Montag ist das nächste Bürgergespräch im Ritter in Weiher.

Nach meinem Artikel “Auch Radler müssen des öfteren mal auf Autofahrer warten…” kam es erstaunlich schnell zu einem Ortstermin mit Abgesandten der Gemeinde und des Landratsamtes und mir als Vertreter des AK Fahrrad.
Mein Vorschlag ist aber wohl so nicht umsetzbar. Die Markierungen könnten eine Bevorrechtigung der Radler suggerieren, die ja nicht gewollt ist…
Stattdessen soll jetzt eine Verlegung des Radweges geprüft werden.

 

Dadurch könnte erreicht werden, daß die Radler mehr ins Blickfeld der Autofahrer rücken und die Schlenker, die die Radler jetzt fahren müssen, würden wegfallen. Daß die jetzige Wegführung nicht jedermann gefällt, sieht man ja an dem Trampelpfad.
Ich fand die Wegführung selbst bisher gar nicht so schlimm und mein Vorschlag wäre definitiv der preiswertere. Jetzt suche ich erstmal ein Beispiel, wo die Kombination aus Vorfahrt-achten-Schild für die Radler und eine Markierung ausgeführt wurden und dann melde ich mich wieder zu dem Thema.

Ich formuliere es mal wie mein Matheprofessor annodunnemals:

Es sei gegeben:

  • eine Kreisstraße K3523
  • ein Radweg parallel zur Kreisstraße K3523
  • der Beginn des Radweges inklusive Schild welches die Benutzungspflicht anzeigt, liege abseits der Kreisstraße K3523 in einer Seitenstraße (Bahnhofstraße)
  • auf der Kreistraße K3523 bewege sich ein (Renn)Radler

 

Frage:

Muss der Radler den Radweg benutzen, obwohl

  • er das Schild nicht sieht, daß ihm die Benutzungspflicht anzeigt?
  • er einen nicht ganz unproblematischen/ungefährlichen Umweg fahren müsste, um den Einstieg zu finden?

Dass der Radler den Radweg sehr wahrscheinlich kennt und nicht erst auf das Schild schauen müsste, lasse ich in der Betrachtung aussen vor. Wie die Realität insbesondere bei Rennradlern aussieht, brauche ich hier nicht zu beschreiben. Die Gegenrichtung ist übrigens nicht minder problematisch. Da kann ich zwar das Schild nicht “übersehen”, dafür muss ich die Kreisstraße zweimal überqueren.

Verfasst von: stefanhock | April 27, 2014

20.000 Meilen unter dem Meer

So umfangreich war mein Ergebnis beim Geokodieren noch nie. Ist ja auch kein Wunder, wenn der Titel 20.000 Meilen unter dem Meer heißt. Was bedeutet das eigentlich genau? Das erklärt die Wikipedia besser als ich es könnte:

“Die Angabe „20.000 Meilen“ im Titel bezieht sich auf die heute ungebräuchliche metrische französische Meile (lieue), die 4 Kilometer der heutigem Norm misst. Eine exakt umrechnungsgetreue Übersetzung wäre also „80.000 km unter den Meeren“. Der Betrag entspricht einem Mehrfachen des (auch Jules Verne bekannten) Erddurchmessers und stellt daher keine Tiefen-, sondern eine Längenangabe dar, also im Sinne einer 20.000 Meilen langen Reise unterhalb des Meeresspiegels, was dem doppelten Erdumfang entspricht und dem Titel so einen tieferen Sinn gibt.”

Ups, da ist ja ein Tippfehler drin ;-)
Mir ist die Ausgabe von Dirk Walbrecker in die Hände geraten. Gibts als Buch und als Hörbuch. Zumindest was die Reiseroute angeht, sollte das aber dem Original entsprechen. Zu Kontrolle dienen die Karten aus der Wikipedia:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:20000_map_1.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:20000_map_2.jpg

Bevor ich zur Karte komme, erst noch ein paar allgemeine Rechercheergebnisse:

Die “segelfähige Fregatte” USS Abraham Lincoln ist fiktiv. Es dürfte sich wohl um eine damals übliche Dampffregatte gehandelt haben.
Die übrigen Ergebnisse findet Ihr in der Karte. Rot ist die Route der Abraham Lincoln und in gelb sind die 20.000 Meilen mit der Nautilus gezeichnet.

Zum genaueren Anschauen taugt GoogleEarth wohl besser, deshalb gibt es die Route hier auch noch als KML.

P.S.
Wo Atlantis liegt habe ich freilich auch nicht rausgefunden.

Verfasst von: stefanhock | April 21, 2014

Auch Radler müssen des öfteren mal auf Autofahrer warten…

… dachte ich neulich mal wieder im Stillen, als ein solcher hinter mir besonders eilig hattte. Kurze Zeit später war es dann soweit (wie so oft).
An der Einmündung der K3575 auf die K3523 gegenüber vom Hardtsee in Weiher habe ich regelmässig meinen Spaß.

 

Obwohl ich den Radweg benutze, der parallel zur Vorfahrtststraße verläuft, habe ich als Radler beim Überqueren der 3 Fahrspuren in der Einmündung eben keine Vorfahrt. Da stehen jeweils kleine “Vorfahrt achten”-Schilder. Über die Sinnhaftigkeit will ich hier nicht streiten. Auch eine Änderung der Verkehrsführung ist kaum zu erwarten. Was ich hier aber anprangern möchte ist etwas anderes. Sobald mehr als ein PKW an der Einmündung wartet, um nach links sprich nach Ubstadt abzubiegen, muss ich als Radler warten. Der zweite PKW steht garantiert da, wo ich langradeln muss, weil es in der Verkehrsinsel nur dort einen Durchlass gibt. Ich könnte mich natürlich komplett um alles herumwurschteln oder die Verkehrsinsel an einer Stelle queren wo es einen Bordstein hat. All das ist halt nicht ganz unproblematisch/ungefährlich. Was bliebe noch? Warten – möchte ich aber nicht!
Um es deutlich zu machen, versuche ich, es in einem Satz zusammenzufassen:
Ich als Radler auf einem Radweg parallel zur Vorfahrtstraße muss auf Autofahrer warten, die keine Vorfahrt haben.
Finde den Fehler!
Das Kernproblem ist: Autofahrer merken schlicht nicht, dass sie da im Weg stehen. Es ist außerhalb ihrer Wahrnehmung.
Wie können wir das ändern? Mein Vorschlag wären die von anderen Stellen bekannten gestrichelten Linien (siehe Bild, der schwarze Kasten soll ein Auto darstellen).

Kreuzung

Sie bieten dem Autofahrer an dieser Stelle eine Erinnerung an den querenden Verkehr und eine  Orientierung wo dieser stattfinden möchte. Eine Änderung der Vorfahrtsregelung ergibt sich daraus nicht. Die Autos kommen einfach einen Meter früher zum Stehen und mit einem freundlichen Lächeln beiderseits können Radler und Fußgänger passieren…
Dieser Wunschtraum könnte freilich auch ohne Linien in Erfüllung gehen!?

Verfasst von: stefanhock | April 15, 2014

Standorte der Wahlplakate

Jetzt wird der Wahlkampf auch nach aussen sichtbar. Unsere Plakate stehen.

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Wo sie stehen könnt Ihr hier sehen:

Plakate.kml

Da fehlen noch ein paar, die werde ich noch nachpflegen. Die Nummerierung ist relativ willkürlich. Rot sind solche markiert, bei denen mir bereits eine Beschädigung bekannt ist.

Also bitte liebe Leser: Meldet Euch gerne bei mir, wenn

  • ein Plakat stört (z.B. weil es an einer Kreuzung die Sicht versperrt)
  • ein Plakat beschädigt oder umgeworfen wurde
  • ein Plakat fehlt
  • usw.

Wir wollen mit den Plakaten so wenig wie möglich nerven, sondern nur die Wähler informieren.

Verfasst von: stefanhock | April 13, 2014

SPD-Kandidaten für die Gemeinderatswahl in Ubstadt-Weiher

Die Kandidaten der SPD Ubstadt-Weiher für die Gemeinderatswahl will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Die haben jetzt auch einen Facebook-Auftritt:

https://www.facebook.com/SpdUbstadtWeiher

Ubstadt

Weiher

Stettfeld

Zeutern

Weiter gehts. Diesmal stelle ich Euch die Kandidaten der Freien Wählervereinigung Ubstadt-Weiher für die Gemeinderatswahl vor. Es gelten die gleichen Regeln wie im vorigen Artikel. Die Posten bei den Freien Wählern musste ich ja nicht googlen, die wusste ich auswendig. Bei jedem Kandidaten ist die persönliche Vorstellungsseite auf unserer Homepage verlinkt.

Stettfeld

Ubstadt

Weiher

Zeutern

Verfasst von: stefanhock | April 3, 2014

CDU-Kandidaten für die Gemeinderatswahl in Ubstadt-Weiher

Wie ich es bereits vor 5 Jahren getan habe,

http://stefanhock.wordpress.com/2009/05/07/kandidaten-kommunalwahl-ubstadt-weiher-cdu/

möchte ich Euch wieder alle Kandidaten für die Gemeinderatswahl 2014 in Ubstadt-Weiher vorstellen. Alle? Ja klar! Nur so kann man vergleichen. Mich selbst interessiert ja auch, mit wem ich es da zu tun habe. Von Konkurrenten möchte ich nicht sprechen, ich freue mich ja auf eine (theoretische) gute Zusammenarbeit.
Anfangen möchte ich mit den Kandidaten der CDU.

http://cdu-ubstadt-weiher.de/cdu-ubstadt-weiher-nominiert-gemeinderatskandidatinnen/

Das hat zwei Gründe. Zum einen waren sie schlicht die ersten, die ihre Nominierungen bekannt gegeben haben. Zum anderen stehen sie auch auf den Wahlzetteln als erste, weil sie bisher die stärkste Fraktion stellen. Die beiden anderen Fraktionen folgen demnächst.

Natürlich möchte ich hier niemanden bloßstellen. Alles was ich hier aufliste, habe ich mir ergoogelt, es ist also für jedermann frei zugänglich. Wobei es zugegebenermassen etwas Fleißarbeit war. Wenn sich also einer der Kandidaten auf den Schlips getreten fühlt, nehme ich ihn gerne aus dem Artikel heraus. Auch für Ergänzungen wäre ich natürlich dankbar.
Die Links habe ich jeweils komplett sichtbar angegeben, damit meine Leser leicht sehen können, worum es sich dabei handelt.

Ubstadt

Weiher:

Stettfeld:

Zeutern:

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